Ausbau des Betreuungs- und Bildungsangebotes

Betreuen und nicht verwahren

Mit der Übernahme meiner Aufgaben als Bürgermeisterin dieser Stadt bildete die Ausgestaltung
Bergheims zu einer „familienfreundlichen Stadt" nicht nur einen Handlungsschwerpunkt in meinen
täglichen Aktivitäten,  sondern es war und ist mir ein ganz persönliches Anliegen in diesem 
Aufgabengebiet, die Rahmenbedingungen  ständig zu verbessern.  In einer Zwischenbilanz kann
ich heute festzustellen, dass Verwaltung und Politik in einem schwierigen Umfeld eine solide und
erfolgreiche Arbeit zu bescheinigen ist, die sich nachweislich in unterschiedlichen Feldern niederschlägt.
 So ist die Stadt Bergheim gerade dabei, die Qualität der Betreuung sowohl in den Kindertagesstätten
als auch bei den Tagesmüttern weiter zu steigern. In den 31 Kindertagesstätten von denen sich 12
Einrichtungen in städtischer und 19 in kirchlicher, karitativer oder elterlicher Zuständigkeit befinden
wurden alle Kindergärtnerinnen durch Fortbildung auf die aktuelle bzw. sich ändernde Situation vorbereitet.
Kinderpflegerinnen erfahren eine Ausbildung zu Erzieherinnen, deren Finanzierung die Stadt
übernimmt. In der Struktur der Gruppenbetreuung werden künftig für max. 20 Kinder zwei
Fachkräfte zuständig sein, bei den Gruppen der unter Dreijährigen ist die Betreuung gar auf 10
Kinder ausgerichtet. Im kommenden Jahr wird die Zahl der so genannten U3-Plätze um 34 % auf
115 ausgeweitet. Mit dann insgesamt 195 Kindergartenplätzen in dieser Kategorie übertrifft die
Stadt Bergheim in Jahr 2010 sogar die gesetzlich vorgeschriebene Quote. Die im Zusammenhang
erforderlich werdenden baulichen Maßnahmen sind finanziell und unter zeitlichen Gesichtspunkten
eine große Herausforderung, aber lösbar. Auch bei den Kindergartenbeiträgen kann sich das
Bergheimer Konzept im interkommunalen Vergleich sehen lassen. Kinder, deren Eltern nur über ein
Jahreseinkommen von bis zu 25.000 € verfügen, sind beitragsfrei. Dies bedeutet in der Realität,
dass ca. 50% aller Kinder die Tagesstätten in Bergheim beitragsfrei besuchen. Darüber hinaus
hat die Politik in der letzten Ratssitzung beschlossen, die Beiträge für die Gruppe der Eltern mit
einem Jahresbruttoeinkommen bis 40.000 € um ca. 30% zu reduzieren, um damit den Anspruch
„kinderfreundliches Bergheim" nochmals zu unterstreichen.
Auch in der von mir geschätzten Betreuung von Kindern durch Tagesmütter wird etwas bewegt.
Künftig müssen diese, es handelt sich z. Zt. in Bergheim um 23 Tagesmütter und einen Tagesvater,
eine Qualifikation nachweisen. Gleichermaßen hat der zuständige Ausschuss für Kinder, Jugend und
Familie die Anhebung der Vergütung für die Tagespflege beschlossen, mit der gleichzeitig die
aufgrund gesetzlicher Vorgeben eingetretene Verschlechterung durch Steuern und Sozialabgaben
ausgeglichen wird. Alles in allem werden die von der Politik mitgetragenen Maßnahmen die
Haushaltskasse der Stadt nicht erheblich belasten, aber das sollten uns unsere Familien und
deren Kinder wert sein.

Mit Fug und Recht ist festzustellen, dass in Bergheim allein den Belange der Kindertagesstätten
sowie denen der Tagesmütter eine besondere Bedeutung beigemessen wird und damit die von
mir mit hohem Engagement betriebene Familienpolitik zur Stärkung unseres Standortes beiträgt.

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Dienstag, 01. September 2009

10.00 Uhr - Vorstellung der neuen Auszubildenden bei der Kreisstadt Bergheim

11.00 Uhr - Pressekonferenz "Wohnen im Alter"

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